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De Lege Libellum, Vorwort » Ordo Templi Orientis

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De Lege Libellum, Vorwort

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EINE SANDALE
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DE LEGE LIBELLUM
LLLLL

A∴ A∴ Veröffentlichung in Klasse E

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Vorwort
DAS GESETZ

Tu was du willst, soll das Ganze des Gesetzes sein.

Mit redlichem Herzen komme her und lausche: denn ich, TO MEGA THERION, habe dieses Gesetz jedem gegeben, der sich heilig hält. Ich bin es und kein anderer, der deine ganze Freiheit will, und das Aufgehen des vollen Wissens und der Macht in dir.

Siehe! Das Königreich Gottes ist in dir, ebenso wie die Sonne ewig am Himmel steht, sowohl um Mitternacht wie am Mittag. Sie geht nicht auf, noch geht sie unter; nur der Schatten der Erde ist es, der sie verbirgt, oder die Wolken auf ihrem Antlitz.

Lass mich dir also dieses Mysterium des Gesetzes erklären, wie es mir an verschiedenen Orten bekannt gegeben wurde, auf den Bergen und in den Wüsten, aber auch in großen Städten, und dieses sage ich, damit du Trost und Mut darin findest. Und so sei es für euch alle!

Wisse zunächst, dass aus dem Gesetz vier Strahlen oder Emanationen entspringen, so dass, wenn das Gesetz das Zentrum deines eigenen Wesens ist, sie dich notwendigerweise mit ihrer geheimen Güte erfüllen müssen. Und diese vier sind Licht, Liebe, Leben und Freiheit.

Durch das Licht sollt ihr auf euch selbst blicken und alle Dinge gewähren, die in Wahrheit nur ein Ding sind, dessen Name Kein Ding genannt worden ist, aus einem Grunde, welcher euch später erklärt werden wird. Aber die Substanz des Lichtes ist Leben, da es ohne Dasein und Kraft nichts wäre. Durch das Leben seid ihr daher zu euch selbst gemacht, ewig und unzerstörbar, strahlend wie Sonnen, selbst-erschaffen und selbst-erhalten, jeder das einzige Zentrum des Universums.

Wie ihr nun durch das Licht wahrnehmt, so fühlt ihr durch die Liebe. Es gibt eine Ekstase reinen Wissens, und eine andere reiner Liebe, und diese Liebe ist die Kraft, welche verschiedene Dinge vereinigt, damit man sie im Lichte ihrer Einheit betrachte. Wisse, dass das Universum nicht in Ruhe ist, sondern in äußerster Bewegung, deren Summe Ruhe ist. Und diese Erkenntnis, dass Stabilität Wechsel und Wechsel Stabilität ist, dass Sein Werden und Werden Sein ist, ist der Schlüssel zum goldenen Palaste dieses Gesetzes.

Aus der Freiheit schließlich kommt die Kraft, deine Bahn deinem Willen gemäß zu lenken. Denn der Umfang des Universums ist ohne Grenzen, und ihr seid frei, euch nach eurem Willen Freude zu machen, da doch die Mannigfaltigkeit des Daseins auch unendlich ist. Denn darin liegt ebenfalls die Freude des Gesetzes, dass nicht zwei Sterne gleich sind, und ihr müsset auch begreifen, dass diese Vielfältigkeit selbst Einheit ist, und ohne sie könnte Einheit nicht sein. Und dies ist ein harter Spruch für den Verstand: ihr sollt begreifen, dass, wenn ihr euch über den Verstand erhebt, welcher nur eine Tätigkeit des Gemütes darstellt, ihr zum reinen Wissen durch unmittelbare Wahrnehmung der Wahrheit gelangt.

Wisset auch, dass diese vier Emanationen des Gesetzes auf allen Pfaden leuchten: ihr sollt sie nicht nur auf den Hauptstraßen des Universums anwenden, von denen ich geschrieben habe, sondern auch auf jedem Nebenpfade eures täglichen Lebens.

Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.

Teil I: Über die Freiheit

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© Ordo Templi Orientis, 1919, 1998. © Deutsche Übersetzung: Fr. Aion, 2000, 2011, 2014. Diese Epistel erschien erstmals in The Equinox, Vol. III (Detroit. Universal 1919). Die Zitate stammen aus Liber AL vel Legis, dem „Buch des Gesetzes“, und seinen Kommentaren.)

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